Unter Gründern ist ProSiebenSat.1 auch wegen der regen Media-for-Equity-Tätigkeit bekannt. Nun könnte der Medienkonzern bald einen neuen Eigentümer bekommen.
ProSiebenSat.1: Steht bald ein Verkauf an?
Offenbar werden die Pläne der ProSiebenSat.1-Gruppe (www.prosiebensat1.de) und ihrer Mehrheitseigentümer KKR und Permira, sich voneinander zu trennen, immer konkreter. Einem Bericht der Financial Times zufolge haben die beiden Finanzinvestoren die US-amerikanische Großbank J.P. Morgan beauftragt, mögliche Szenarien für einen Teil- oder Komplettausstieg zu erörtern. Als mögliche Käufer werden unter Berufung auf informierte Kreise unter anderem Axel Springer (www.axelspringer.de), Comcast, der US-Konzern Discovery – der Mitte Dezember das gesamte Senderportfolio in Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark für 1,325 Milliarden Euro übernommen hatte – oder News Corp ins Spiel gebracht.
Allerdings schreibt das Handelsblatt in seiner Dienstagsausgabe, dass Unternehmensinsider von Discovery ausschließen, dass der Fernsehkonzern an einer Übernahme interessiert sein könnte. Auch ein Verkauf an Rupert Murdochs News Corp. gilt nach den Informationen der Zeitung aufgrund des deutschen Wettbewerbsrechts als unwahrscheinlich. Zudem sei das Unternehmen noch stark damit beschäftigt, Sky Deutschland nachhaltig in die Gewinnzone zu bringen. Die Axel Springer AG, der einst die Übernahme kartellrechtlich untersagt wurde, sei diesmal nicht mehr interessiert, heißt es weiter. Lediglich bei Time Warner sei “in Vorstandskreisen” bestätigt worden, dass sich der New Yorker Medienriese ProSiebenSat.1 zumindest genauer betrachten werde.
Media-for-Equity gegen rückläufige Werbeeinnahmen
Das deutsche Free-TV-Geschäft von ProSiebenSat.1 steht weiterhin unter Druck, vor allem die Entwicklung bei Sat.1 hinsichtlich Marktanteilen und Quoten ist dem Vernehmen nach anhaltend kritisch. Rückläufigen Werbeumsätzen begegnet der Medienkonzern derzeit unter anderem verstärkt mit Media-for-Equity-Deals mit Internet-Unternehmen.
Über die Beteiligungsgesellschaft SevenVentures (www.sevenventures.de) hat sich die Gruppe bei Startups von Outstore und Stylight oder Tirendo (www.tirendo.de) über Busuu (www.busuu.com), das den Sevenventures Pitch Day gewonnen hatte, der Versandapotheke Apomio und GameDuell (www.gameduell.de) bis Zalando (www.zalando.de) beteiligt. Zuletzt hatte ProSiebenSat.1 darüber hinaus ein Accelerator-Programm mit einem Medien-Fokus gestartet sowie einen eigenen Inkubator angekündigt.
Permira und KKR hatten den Medienkonzern im Jahr 2006 von Unternehmer Haim Saban für rund drei Milliarden Euro übernommen. Zusammen halten beide Finanzinvestoren 53 Prozent an ProSiebenSat.1. Zwischenzeitlich hatten die Investoren den Wert ihrer Beteiligung allerdings teilweise abschreiben müssen. Mit dem Verkaufserlös könnten die beiden Firmen Schulden ihrer gemeinsamen Lavena-Holding zurückzahlen. Letztere ist mit knapp zwei Milliarden Euro verschuldet, gut 600 Millionen Euro werden im März 2015 fällig. Zuletzt hatte ProSiebenSat.1-Vorstandschef Thomas Ebeling Aktien des Konzerns im Volumen von 7,5 Millionen Euro verkauft.
Bildmaterial: Karl-Heinz Laube / pixelio.de
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Mittwoch, 6. Februar 2013
Montag, 4. Februar 2013
22 Dinge, die Gründer von Oliver Samwer lernen können Zu den Erfolgsgeheimnissen des kontroversen Seriengründers 21. August 2012, von Joel Kaczmarek
Er zählt zu den
erfolgreichsten Internetunternehmern Deutschlands, wenn nicht sogar der
Welt und wird gleichermaßen gefürchtet wie beneidet. An Oliver Samwer scheiden sich die Geister: Der Gründer des Jahrzehnts
polarisiert und gilt trotz aller Kritik als erfolgreich und effektiv.
Was können Gründer also von Oliver Samwer lernen? Vieles! Gründerszene
zählt 22 Dinge auf, die Oliver Samwer erfolgreich machen.
1) Hungrig, aggressiv und schnell – immer Nr. 1 sein
Die wohl augenscheinlichste und zentrale
Eigenschaft des Oliver Samwer ist sein Hunger nach Erfolg und die damit
verbundene Aggressivität, mit welcher der Kölner seine Ziele verfolgt.
Wagt sich Oliver Samwer an ein Thema heran, geht es schnell und ohne
Umschweife. Mit viel Kapital und entsprechender Prozesshaftigkeit,
werden Themen umgesetzt. Seine berühmte “Blitzkrieg-E-Mail”
macht dies auch ohne Umschweife klar: “I am the most aggressive guy on
[the] internet on the planet. I will die to win and i expect the same
from you!”
Dabei gibt sich “Oli” Samwer nicht mit
weniger als der Marktführerschaft zufrieden. Warum? Zitat Oliver Samwer:
“Because only number one can raise unbelievable money at unbelievable
valuations. I cannot raise money for number two.” Und um die Nummer eins
zu sein, gibt er dann gerne auch mal mehr Geld aus, welches er später
durch hohe Bewertungen bei einem Verkauf wieder reinholt. Seine
Marktführerschaft basiert so aus einer Mischung von gutem Funding,
ausgefeilten Prozessen, hohem Tempo und unbedingtem Siegeswillen.
2) Kenne Deine Zahlen und handele danach
Selbst unter den engagiertesten Gründern
kennen viele womöglich ihre Zahlen nicht so exakt wie dies bei Oliver
Samwer und seinen Unternehmungen der Fall ist. Immer wieder ist über den
Seriengründer zu hören, dass er bis auf Mikroebene ins Zahlenwerk
einsteigt und Entwicklungen hinterfragt. Wer eine SEM-Kampagne in einem Samwer-Unternehmen aufsetzt, kann durchaus von einem Oliver Samwer auf die jeweiligen CPCs, Conversions
und Reichweiten angesprochen werden, während anschließend die
Fehlersuche beginnt. Wo lassen sich Gelder aufgrund mangelnder
Konvertierungen einsparen? Welche Keywords
performen am viel versprechendsten? Kaum ein Webunternehmer dürfte so
vielseitig bewandert sein, wie ein Oliver Samwer, der seine Gründungen
stets streng zahlengetrieben vorantreibt.
3) Mache Detailverliebtheit zu Deiner Eigenschaft
Der Mittlere der drei Samwer-Brüder gilt als ein Detailfanatiker. Egal ob in Sachen Geschäftsmodell, Marketing oder Recruiting:
Oliver Samwer kennt die wichtigen Stellschrauben seiner Unternehmungen
und lässt sich bis auf Mikroebene mit Informationen versorgen. Da selbst
kleine Dinge manchmal große Wirkung entfalten können, ist man bei Rocket Internet (www.rocket-internet.de) auch für jene feinen Mechanismen sensibilisiert.
Zur Quelle:
Tech-News der Woche 1. Februar 2013, von Georg Räth
Sony lädt Presse zur PlayStation-Zukunft
Amazon steigert Umsatz, halbiert Gewinn
Facebooks Gewinnrückgang schadet Aktie
Telekom verschiebt Joyn-Start erneut
Zur Quelle:
http://www.gruenderszene.de/news/sony-amazon-facebook-joyn-youtube
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